10. April 2018

Risiken und Schutzfaktoren stressabhängiger Erkrankungen - Nachbericht zum Vortrag vom 28. März 2018

Risiken und Schutzfaktoren stressabhängiger Erkrankungen - Nachbericht zum Vortrag vom 28. März 2018

Seit 2015 ermöglicht die Fortbildungsreihe im MediClin Zentrum für Psychische Gesundheit in Donaueschingen die Teilnahme an Vorträgen namhafter Referenten. So auch dieses Jahr. Prof. Dr. rer. Nat. Ulrike Ehlert referierte bei der ersten Fortbildungsveranstaltung 2018.

Ehlert studierte Psychologie und Soziologie in Trier, wo sie 1988 promovierte und sich 1999 habilitierte. Seit 1999 ist sie Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Zürich. Sie leitet die Arbeitsgruppe für Verhaltensneurobiologie am Zentrum für Neurowissenschaften der Universität und ETH Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Verhaltensmedizin, Psychobiologie und Stressabhängige Erkrankungen.

In ihrem Vortrag verdeutlichte Ehlert anhand zahlreicher Forschungsarbeiten, wie sich Stress auf den Körper auswirken kann. Je nach Geschlecht und eigener Situationseinschätzung reagiere der Körper mit spezifischen Hormonen auf Stresssituationen. Dies beginne bereits schon vor der Geburt. Das Problem sei jedoch, dass Stresshormone viele körperliche Prozesse beeinflussen und uns auf Dauer krank machen. Psychologische Maßnahmen können dem erfolgreich entgegenwirken.

Am Ende des Vortrages nutzten die anwesenden Mediziner die Zeit für Fragen, zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch.

Die Fortbildungsreihe setzen wir am 20. Juni 2018 fort mit dem Vortrag von Dr. med. Thomas C. Baghai zum Thema „Der Einfluss des Dickdarm-Mikrobioms auf depressive Erkrankungen“.

Anja Maser

Kaufmännische Leiterin
Anja Maser