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Seelische Belastungssituationen

(zum Beispiel persönliche Lebenskrisen, wie Trennungen, Trauer oder Burn-out und Arbeitsplatzkonflikte) können zu erheblichen psychischen Symptomen führen.

Seelische Belastungssituationen (zum Beispiel persönliche Lebenskrisen, wie Trennungen, Trauer, Burn-out und Arbeitsplatzkonflikte) können zu erheblichen psychischen Symptomen führen.

Dies passiert dann, wenn unsere psychische Widerstandsfähigkeit nicht mehr ausreicht, um solche Belastungen zu bewältigen oder anderweitig zu kompensieren. Diese Fähigkeit, auch Resilienz genannt, ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und beeinflusst von biographischen und sozialen Umgebungsfaktoren. Auch biologische Aspekte spielen eine Rolle. Insbesondere dann, wenn es zu einer länger andauernden beruflichen oder privaten psychischen Überforderung kommt, drohen psychische Beschwerden, die sich anfänglich im Bereich beeinträchtigter Befindlichkeit, im weiteren aber auch erheblich krankheitswertig mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit auswirken können. 

Psychische Auswirkungen

Reaktionen auf Belastungen können sehr vielgestaltig sein. Über Unruhezustände, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen kann es zu deutlichen, anhaltenden, behandlungsbedürftigen psychischen Störungen kommen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Schlafstörungen
  • Angsterkrankungen
  • Depressionen
  • psychosomatische Schmerzstörungen
  • sogenannte "Somatisierungsstörungen" (körperliche Symptome aus psychischen Ursachen)

Viele Menschen versuchen zunächst mit diesen Beschwerden klar zu kommen, sie zum Beispiel zunächst zu ignorieren. Oder sie versuchen sie im Sinne einer Eigenbehandlung mit Suchtstoffen wie z.B. Alkohol zu behandeln. Darüber kann sich mit der Zeit indirekt eine schädliche Anwendung oder Abhängigkeit von solchen Substanzen entwickeln, welche in der Regel die Grunderkrankung eher verschlimmert.

Die meisten Menschen haben im bisherigen Leben nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen gemacht. Damit zusammenhängend können im späteren Leben Ereignisse, die vordergründig gar nicht so gravierend zu sein scheinen, psychische Probleme und Krisen auslösen. Dies tritt besonders dann auf, wenn das aktuelle Geschehen an solche Ereignisse erinnert oder Parallelen zu diesem aufweist. Oft werden uns diese Ähnlichkeiten dabei noch nicht einmal bewusst. Wir erleben aber, dass es uns schlecht geht und dass wir bestimmte Situationen einfach nicht bewältigen können (und machen uns vielleicht dafür auch noch selbst Vorwürfe).

Neben diesen Problemen im privaten und beruflichen Bereich, wie z.B. persönliche Lebenskrisen in Folge von Trennungen, Trauerzustände bei Verlust von Angehörigen oder im beruflichen Bereich Arbeitsplatzkonflikte bzw. Entwicklung eines Burn-out gibt es auch umrissene schwergradige kurz oder länger anhaltende Belastungen, die beinahe bei jedem Menschen schwergradige psychische Störungen hinterlassen. Diese werden als akute Belastungsreaktionen oder posttraumatische Belastungsstörungen gekennzeichnet. Hier sind vordringlich schwergradige Ereignisse wie Gewalterfahrungen, aber auch z.B. Zeuge eines gewaltsamen Todes anderer zu werden, oder Naturkatastrophen als Auslöser gemeint. Zur Behandlung solcher akut ausgelöster Erkrankungen empfehlen wir spezielle psychotraumatologische Zentren.

Allerdings gibt es auch Menschen mit solch schwerwiegenden Lebenserfahrungen, die mit diesen erst einmal zurechtkommen, später dann aber an zunächst ganz anders gearteten psychischen Problemen leiden, wie Angsterkrankungen, Depressionen oder Schmerzstörungen. Hier finden sich also psychotraumatische Lebensereignisse im Hintergrund, die sich dann mehr oder weniger als „Traumafolgestörung“ in einem solchen anderen Gewand zeigen. Solche Zustände werden in unserer Klinik behandelt.

Wir führen in unserer Klinik eine ressourcenorientierte Behandlung durch, deren Ziel es ist, das vielfältige emotionale und intellektuelle Potential des Einzelnen wiederherzustellen und zu fördern. Besondere Beachtung findet auch der präventive Aspekt: Wie kann ich erreichen, dass ich langfristig psychisch gesund bleibe?

Dr. med. Björn Grossmann

Chefarzt
Dr. med. Björn Grossmann