Psychotherapie

Psychotherapie

Psychotherapie ist die Grundlage Ihrer Therapie im MEDICLIN Zentrum für Psychische Gesundheit. Was Psychotherapie ausmacht

Wesentlicher Bestandteil der Therapie

Die Psychotherapie ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen psychosomatisch-psychiatrischen Behandlung. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Therapien ein. Erfahrene Therapeuten leiten Einzel- und Gruppentherapien, die sich in ihrer Wirkung ergänzen.

Selbstverständlich passen wir den Umfang der Behandlung Ihren individuellen Bedürfnissen an: Wir prüfen, welche anderen Therapien auf Ihrem Therapieplan stehen, und betrachten Ihr aktuelles Befinden. Bei Bedarf erhöhen oder reduzieren wir die Zahl der Psychotherapiesitzungen.

Psychotherapeutische Einzelgespräche

Frequenz: mindestens 2 x 50 Minuten pro Woche

Wichtig ist uns eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung zu Ihnen. In der Psychotherapie konzentrieren wir uns auf die Konflikte und Probleme, die Sie beschäftigen, und auf Ihre Ziele. Ihr bisheriger Werdegang und Ihre inneren Werte sind uns wichtig: Erfahrungen, die wir mit anderen Menschen in der Vergangenheit machen, wirken sich auf die Gegenwart aus. In vielen Fällen bestimmen diese Erfahrungen unbewusst unser Verhalten. In der Psychotherapie arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen diese Denk- und Verhaltensmuster auf und erklären, wie und warum sie entstanden sind. Im weiteren Behandlungsverlauf hinterfragen wir diese Muster und können sie ggfs. anpassen.

Gemeinsam erarbeiten wir hilfreiche psychotherapeutische Techniken. Sie lernen beispielsweise,

  • Ihr inneres Stressniveau (u.a. Skills, Imaginationsübungen) zu senken
  • Fähigkeiten (Ressourcen) aufzubauen
  • Selbstwert und Selbstwirksamkeit zu erhöhen

Die Einzelgespräche basieren auf einem tiefenpsychologischen Verständnis und sind gleichzeitig ziel- und lösungsorientiert. In den Einzelgesprächen legen wir besonderen Wert auf die ressourcenorientierte Arbeit mit Emotionen. In der Psychotherapiegruppe vertiefen Sie gemeinsam mit anderen Patienten die in den Einzelgesprächen gewonnenen Einsichten und Erkenntnisse. Unsere nonverbalen Therapieangebote, z. B. Physiotherapie und Sport, machen diese emotional spürbar.

Gruppentherapie

Diese Therapieformen wenden wir in Gruppen an:

Die Basisgruppe ist ein sicherer therapeutischer Rahmen für einen freien Gedankenaustausch und einen Einblick in die Dynamik von Gruppen, z.B. im Alltag oder Berufsleben. Über die in der Basisgruppe besprochenen Inhalte herrscht Schweigepflicht. Die Teilnehmer setzen sich mit der eigenen Wahrnehmung und der von anderen auseinander, mit eigenen Bedürfnissen, Erwartungen, Verletzlichkeiten und Enttäuschungen.

In der themenzentrierten Gruppe stehen persönlich relevante Themen und Fragen im Vordergrund. Gemeinsam erarbeiten wir wichtige neurobiologische Zusammenhänge, die uns helfen, die jeweilige Problematik besser zu verstehen. Die Therapeuten zeigen Strategien auf, die Probleme zu bewältigen, z.B.

  • Umgang mit Emotionen
  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Wechselwirkung von Körper und Psyche

In der CBASP-Gruppe (engl. Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy; auf Deutsch etwa: kognitiv-verhaltenstherapeutisch-analytisches Psychotherapie-System) analysieren Sie Ihre aktuelle Situation. Gemeinsam werden Sie sich gestörter Denk- und Verhaltensmuster bewusst und erkennen, wie diese sich auf Ihre zwischenmenschlichen Kontakte auswirken. Außerdem überprüfen Sie Ihre eigenen Ziele und Wünsche und erproben interaktiv hilfreiche Alternativen zu den erlernten Mustern.

Dieses Verfahren wenden Therapeuten speziell bei Patienten mit chronischen Depressionen an. Auch bei anderen psychischen Erkrankungen, bei denen Patienten unter vermindertem Selbstwertgefühl leiden, erweist sich diese Therapie als effektiv.

Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, wie wichtig unsere Emotionen für unsere Gesundheit sind. Um Informationen langfristig zu speichern und lernen zu können, ist emotionale Aktivierung erforderlich. Wir lernen oft im Laufe des Lebens, Gefühle zu unterdrücken. Dies kann auf die eine oder andere Art hilfreich sein, etwa um negative Erfahrungen zu verhindern oder wichtige Bedürfnisse zu befriedigen.

Gefühle zu unterdrücken hat aber auch Nachteile: Wir entwickeln Annahmen und Überzeugungen, die unser Leben erschweren und uns einengen können. Oft ist uns dies nicht bewusst. Einerseits benötigen wir Energie, um die abgewehrten Gefühle zu unterdrücken, andererseits steht uns die Energie nicht zur Verfügung, die in den abgewehrten Gefühlen steckt. So entstehen erhebliche Spannungen, die sich auf unterschiedliche Art zeigen:

  • Spannungen im zwischenmenschlichen Kontakt
  • emotionale Spannungen
  • psychosomatische, also körperliche und muskuläre Spannungen

Ziel der Gruppenarbeit ist (mit entsprechenden Übungen und begleitet von Reflexion im Gespräch):

  • herauszufinden, wo solche emotionalen Blockaden vorhanden sind
  • deren lebensgeschichtliche Entstehung zu verstehen
  • Selbstvorwürfe zu relativieren und stoppen zu lernen
  • Handlungsalternativen zu ermöglichen

Der Schwerpunkt liegt auf dem emotionalen Erleben. Veränderungen bekommen so ein sehr tragfähiges Fundament, werden gut verankert und sind wirkungsvoll möglich. Bei den Interventionen achten wir darauf, dass die Erfahrungen auch tatsächlich verarbeitet und zugänglich gemacht (= integriert) werden können.